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In der Süßwasseraquaristik gibt der pH-Wert das Verhältnis von CO2 und KH an, wobei mit KH eigentlich das Säurebindungsvermögen SBV gemeint ist.

Der aquaristische pH-Wert

Es gibt keine Schraube, an der man drehen kann um den pH-Wert allein zu ändern. Regeln bzw. einstellen kann man die KH und das CO2, woraus sich der neue pH-Wert ergibt. Wenn man bei konstanter KH mehr an CO2 zuführt, sinkt der PH entsprechend der im Wasser vorhandenen CO2-Konzentration. Ebenso bei konstantem CO2 und sinkender KH.

Das Senken der KH durch Verschneiden mit Osmosewasser ist eine gute und dauerhafte Lösung, weil idR die CO2-Produktion im Becken relativ konstant ist und KH ja nicht vom Himmel fällt. Für saure Wässer muss die KH aber in den Keller. Bei einem natürlichen Gehalt von etwa 6 mg/l CO2 im Aquarienwasser muss die KH auf 2 sein, um einen pH von 7 zu erreichen.

Umgekehrt kann man auch CO2 zuführen, allerdings sind da physiologische Grenzen gesetzt und auch die Ökonomie ist zu hinterfragen. Die CO2-Konzentration sollte etwa 20 mg/l nicht übersteigen, weil manche Fische da schon Probleme bekommen können. Auch können Pflanzen Konzentrationen über 15 mg/l nicht in mehr Wuchs umsetzen. Und CO2 bleibt auch nicht dauerhaft im AQ. Was die Pflanzen nicht verbrauchen gast aus und entweicht in die Luft, es muss also ständig nachdosiert werden.

Der Grund liegt im Henry´schen Gasgesetz, wonach Gase sich im Wasser lösen im Verhältnis ihrer Partialdrücke in der Umgebungsluft. Für CO2 liegt der Gleichgewichtswert bei 0,5 mg/l, jedes AQ ist da deutlich darüber. Es besteht ein Konzentrationsgefälle von 10:1 von Wasser zu Luft. Im Aquarium besteht also praktisch immer eine Überkonzentration.

Natürlich kann man beide Methoden kombinieren.

pH-Minus ist eine Mineralsäure, welche die KH knackt bzw. das Säurebindungsvermögen verringert. Bei konstantem CO2 sinkt so der pH-Wert. Das Wasser wird dadurch aber nicht weich, der Leitwert steigt dabei nämlich.

Torf und Erlenzapfen geben Huminsäuren ab und die senken ebenfalls die KH.

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